Show me the Stars - Kira Mohn

 

 

Vielen Dank an den Kyss- Verlag für das mir zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar.

 

Buchsteckbrief:

Autor/in: Kira Mohn

Verlag: Kyss

Seitenzahl: 398

Preis: 12,99 €

erschienen: Juli 2019

Werbung - Rezensionsexemplar

 

DAS BUCH

 

"Auszeit! Diese Überschrift schreit Liv geradezu an, als sie deprimiert Stellenanzeigen durchforstet. Nach dem Journalistik-Studium wollte sie eigentlich durchstarten, aber ein verpatztes Interview hat sie gerade den ersten Job gekostet. Da hört sich die Anzeige, in der für sechs Monate ein Housesitter für einen Leuchtturm auf einer kleinen Insel vor der irischen Küste gesucht wird, wie ein Traum an. Eine Auszeit ist genau das, was sie jetzt braucht. Sie bewirbt sich, und nur wenige Wochen später steht Liv vor ihrem neuen Zuhause. Und zwar zusammen mit einem gutaussehenden Iren, der ihr Herz erst zum Klopfen, dann zum Überlaufen und schließlich zum Zerbrechen bringt …"

 

 

MEINE MEINUNG

 

Zu Beginn muss ich sagen, dass das Cover ein Traum ist. Ein Cover, dass einen förmlich zu einem Coverkauf drängen möchte. Das schöne Blau des Meeres und die Gischt der Wellen laden gleich zum Wohlfühlen ein, obwohl man das Buch noch nicht aufgeschlagen hat. 

Es ist schon mal ein Volltreffer für mich und erfüllt damit ein mir sehr wichtiges Kriterium.

 

Nun zur Geschichte - Liv lebt in Hamburg und gefährdet  aufgrund eines Fauxpas den Anfang ihrer Journalismus-Karriere. Sie entschließt sich eine Auszeit zu nehmen und nimmt kurzerhand den Job als Housesitterin eines Leuchtturms in Irland an. Der Gedanke allein auf einer Insel zu sein gefällt ihr und ihrem kleinen Geheimniss ziemlich gut. Um aber auf der einsamen Insel leben zu können ist Liv auf den gutaussehenden Iren Kjer angewiesen, der sie mit Lebensmitteln versorgt. Gleich zu Beginn ihres Aufenthalts muss sie Kjer notgedrungen in ihr Geheimniss einweihen. Zwischen beiden beginnt es zu knistern, jedoch wird Liv nur 6 Monate auf der Insel bleiben und Kjer will unter keinen Umständen eine feste Beziehung. Ihre gemeinsame Zeit scheint unter keinem guten Stern zu stehen aber ein bisschen Spaß sollte für beide ja kein Problem sein...oder doch?

 

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht. Die Kapitel des Buches flogen regelrecht nur so an mir vorbei. In den ersten Seiten entpuppt sich Liv als humorvolle Protagonistin weshalb sie mir auch recht sympathisch war. Leider jedoch wurde Liv Seite für Seite für mich immer mehr zu einem ziemlich schwachen Charakter. Die Art und Weise wie sie Situationen und Aufgaben betrachtet gefiel mir leider gar nicht. Sie lässt sich, für meinen Geschmack, zu viel gefallen und schweigt viele Dinge tot, um so Problemen aus dem Weg zu gehen. Diese Verhaltensweisen haben sie dann doch auf längere Sicht unsympathisch wirken lassen. Über Kjer erfährt man auch ziemlich wenig, was wirklich schade ist, denn er hätte, meiner Meinung nach, das Potenzial zu einem starken und durchaus taffen Charakter. 

Liv und Kjer dümpeln beide in ihrer eigenen Welt umher. Vieles wiederholt sich ohne das einer der Protagonisten eingreift. Eine richtige Handlung  entsteht leider nicht. Die Beziehung zwischen Liv und Kjer hat sich für mich zu schnell und vorhersehbar entwickelt und hat mich emotional leider auch nicht gecatcht. Viele Handlungen von Liv konnte ich als Leser gar nicht nachvollziehen und habe mich oft gefragt "Warum um alles in der Welt tut sie das jetzt?" 

Auch das Ende kam mir etwas aprupt. Ihre Journlismus-Karriere wird kaum nochmal explizit erwähnt und auch  der Grund für das verpatze Interview wird mir persönlich zu schnell beiseite gelegt, besonders am Ende des Buches. Auch Themen wie ihre Familiensituation werden am Ende nicht nochmal aufgegriffen oder aufgelöst. Dadurch endet die Geschichte leider für mich zu plötzlich und unfertig. 

 

Das gesamte Setting um die Geschichte in Irland hat mir dafür aber umso besser gefallen. Die Autorin beschreibt die Umgebung so idyllisch und bildhaft, dass man sofort Lust bekommt in den nächsten Flieger nach Irland zu steigen. Auch die Idee mit dem Leuchtturm auf der einsamen Insel lädt zum träumen und entspannen ein. Oft habe ich mir auch gewünscht in diesem Leuchtturm zu sitzen und zu lesen mit einer schönen Tasse Tee, aber wer würde das nicht wollen oder? Man könnte sagen ich hätte mich durch die Autorin in die Natur Irlands verloren und verliebt.

 

FAZIT

 

Es tut mir im Herzen weh das jetzt zu sagen - aber leider bin ich enttäuscht von der Geschichte. Die Spannung und der dadurch entstehende Suchtfaktor haben mir leider gefehlt. Der Verlauf  der Geschichte war zu vorhersehbar, wodurch der Lesespaß zu kurz kam. Auch die Protagonisten waren für mich zu eintönig und starr. Die Geschichte hat, meiner Meinung nach, viel Potenzial - schade, dass es nicht voll ausgeschöpft wurde. Trotzdem möchte ich nochmals sagen, dass das Setting wirklich der WAHNSINN war und mir wirklich wirklich gefallen hat.

 

Cover: 5 / 5 ⭐

Story: 2,5 / 5 ⭐

Schreibstil: 4 / 5 ⭐

 

 

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